Kompetenzmodelle
Wozu brauchen Sie ein Kompetenzmodell? Zwei Perspektiven mögen die Notwendigkeit und den Nutzen deutlich machen:
Künftiges Erleben des Mitarbeiters
Ein Mitarbeiter Ihrer Firma trifft an den unterschiedlichen Stationen seiner individuellen Unternehmensbiografie immer wieder auf "gute alte Bekannte": Das Kompetenzmodell begegnet ihm bei seiner Einstellung, es begegnet ihm bei der ersten Leistungsbeurteilung, die er erfährt. Er trifft es bei seiner ersten Potenzialeinschätzung wieder, es ist Grundlage von Feedbackgesprächen, die der Vorgesetzte mit ihm führt, und wenn er einen Blick in das Weiterbildungsprogramm wirft, sieht er dort Module, die auf die Kompetenzen zugeschnitten sind. Er erkennt den Geist des Kompetenzmodells in den Führungsgrundsätzen und den Unternehmensleitlinien. Und wenn er selbst einen neuen Mitarbeiter sucht, wird er die Stellenausschreibung im Sinne des Kompetenzmodells formulieren.
Perspektive HR
Das Kompetenzmodell ist wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlich-integrativen Personalarbeit. Es gibt den Rahmen an für Rekrutierung ebenso wie für Entwicklung (u. a. Ausrichtung der PE-Instrumente an den Kernkompetenzen). Das Modell hat eine normative und präskriptive Funktion, spiegelt in Inhalt wie in Wortwahl die Unternehmenswerte und -kultur wider. Es ist Basis für die Identifikation von Potenzialträgern ebenso wie für deren Entwicklung (Talent-Management). Seine Anwendung im Alltag ist implizite Weiterbildungsmaßnahme für die administrierenden Führungskräfte. Auf Dauer wird es kulturprägend sein, der Angleichung von Maßstäben dienen, für die Mitarbeiter (mehr) Transparenz und Durchlässigkeit zwischen Unternehmensbereichen schaffen.


