Iris

Die Cerebralisierung des Viszeralen

… oder: vom Bauch in den Kopf.

Vielerlei ist unstrittig: (a) Bei Begegnungen mit Bewerbern in einer Auswahlsituation stellt sich bisweilen das legendäre „Bauchgefühl“ ein. (b) Der Bauch hat nichts gesehen, nichts gehört, nichts gerochen, nichts ertastet, nichts geschlussfolgert. (c) Dieses Bauchgefühl rührt dennoch irgendwo her und ist ernst zu nehmen. (d) Ein Ziel der professionellen Gestaltung einer jeden Auswahl- und Bewertungssituation (Interview, Audit, DC, AC, ..)  muss es sein, aus diesem Bauchgefühl „eine rationale Sache“ zu machen.

Sie sollten erkennen, was zum „guten Bauchgefühl“ geführt hat; nur dann können Sie sich klar darüber werden, ob dieses „gute Gefühl“, das beispielsweise v.a. durch sozial kompetentes Auftreten gespeist ist, eine ausreichende Basis für einen Arbeitsvertrag bietet. Im negativen Fall stellt sich z.B. die Frage, ob Ihr Gefühl, dass Ihr Gegenüber „einfach nicht zu fassen“ ist, von dessen „konjunktivisch-schwebender“ Ausdrucksweise herrührt: Dieses „könnte, sollte, würde, vielleicht, ja aber, eventuell, …“ wäre jedoch leicht „behebbar“. Und dann würde ggf. ein klar denkender Mensch mit hoher Eigeninitiative, großem Verantwortungsbewusstsein und hoher Fachkompetenz sichtbar.

Vertrauen Sie Ihren Gefühlen, aber setzen Sie alles daran, ihnen „auf die Spur zu kommen“, damit sie Ihnen nicht den Blick auf andere wichtige Aspekte verstellen.

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