Worauf Sie bei Online-Testverfahren in der Eignungsdiagnostik achten sollten
Maximilian Sobetzko

Maximilian Sobetzko

Online-Testverfahren in der Eignungsdiagnostik: Worauf Sie bei der Auswahl eines Online-Tests achten sollten

Online-Testverfahren sind aus moderner Eignungsdiagnostik nicht mehr wegzudenken, egal ob im Rahmen von Mitarbeiterauswahl oder der Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Das liegt vor allem an der Kombination aus hoher Qualität (wenn die richtigen Tests ausgewählt werden!) und einem geringen Kosten- und Zeitaufwand. Und mit einer technisch einwandfreien Abwicklung und einem ansprechenden Look and Feel können Sie außerdem noch ganz nebenbei das zeitgemäße, digital kompetente Image Ihres Unternehmens unterstützen.

Auf der Teilnehmerseite ruft der Gedanke daran, „einen Test zu absolvieren“, allerdings nicht immer ein positives Gefühl hervor und im Vergleich zu beispielsweise Interviews oder Assessment-Centern, bei denen es zu einem persönlichen Kontakt mit einem potenziellen Arbeitgeber kommt, sind Online-Testverfahren relativ unpersönlich. Deswegen wird es immer wichtiger, Tests anzubieten, die eine angenehme Handhabung aufweisen und im besten Fall nicht nur dem Eignungsdiagnostiker sondern auch den Teilnehmenden interessante Einblicke und Lernmöglichkeiten gewähren.

Es ist gar nicht so einfach, aus dem Meer von Anbietern diejenigen Testverfahren herauszufiltern, die all diese Anforderungen abdecken können. Doch darin liegt eine große Chance für HR-Verantwortliche, denn die Wahrscheinlichkeit, dass im großen Angebot ein für Sie idealer Test dabei ist, ist groß! In diesem Blog-Beitrag möchten wir unsere Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Testverfahren teilen und Ihnen einige Tipps an die Hand geben, die Sie bei einer Entscheidung unterstützen können, wenn Sie sich für Online-Testverfahren interessieren und Anbieter vergleichen.

Die wichtigsten Kriterien für gute Online-Testverfahren

Zu den wichtigsten Kriterien guter Testverfahren gehören die inhaltliche Qualität und Passgenauigkeit. Kein Unternehmen gleicht dem nächsten, und auch innerhalb eines Unternehmens kann es dutzende verschiedene Anwendungsfälle für Eignungsdiagnostik geben. Wichtig ist, dass Tests zu Ihren Anforderungen passen und die Kompetenzen erfassen, die für Sie relevant sind. Seriöse Anbieter werden, zum Beispiel im Rahmen einer Anforderungsanalyse, Ihre Bedarfe genau ergründen, bevor sie Ihnen ein Testverfahren vorschlagen.

In einem zweiten Schritt sollte sichergestellt werden, dass die Tests wirklich das messen, was sie zu messen vorgeben. Wissenschaftlich fundierte und eignungsdiagnostisch saubere Tests lassen sich nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Hier empfiehlt sich ein Blick auf die Qualifikationen der Testanbieter. Am bekanntesten ist die DIN 33430, eine Norm, die Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik beschreibt. Auch die Transparenz der Anbieter gibt Ihnen Aufschluss: Können Sie sich Tests im Vorfeld ansehen und sie probeweise absolvieren? Sind die Tests evaluiert? Gibt es vielleicht sogar wissenschaftliche Studien oder Fachartikel zu den Tests? Je transparenter Anbieter mit ihren Tests umgehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ein qualitatives Werkzeug vor sich zu haben.

Nicht weniger wichtig sind Datenschutz und Sicherheit. Online-Tests müssen garantieren, dass Ihre Daten DSGVO-konform gespeichert und verarbeitet werden. Rechenzentren sollten zertifiziert sein, zum Beispiel nach ISO 27001, und die Daten im besten Falle die EU nicht verlassen. Stellen Sie sicher, dass Anbieter ihre Server in der EU betreiben.

Der beste Test verliert seine Wirkung, wenn technische Probleme auftreten. Achten Sie auf die Qualität der technischen Umsetzung und einen zuverlässigen begleitenden Support. Gute Anbieter sollten Ihnen eine hohe Systemverfügbarkeit bescheinigen und schnell auf Probleme reagieren können.

Von einer positiven Candidate Experience profitieren alle Beteiligten

Ein technisch einwandfreier, diagnostisch wertvoller und sicherer Test scheint nun sichergestellt und ein großer Teil des Weges bei der Auswahl eines Anbieters gegangen. Doch vielleicht teilen Sie unsere Erfahrung, dass Personalauswahl immer stärker einen Personalmarketing-Aspekt aufweist und eine moderne Außenwirkung und die Zufriedenheit von Bewerbenden immer wichtiger werden. Eine positive Candidate Experience ist als Gütekriterium daher auch bei Testverfahren beinahe nicht mehr wegzudenken.

So können Sie eine positive Candidate Experience sicherstellen:

  • Lassen sich Tests auf verschiedenen Endgeräten durchführen, z. B. auf dem Smartphone?
  • Ist die Testumgebung anpassbar an Ihr Corporate Design?
  • Wurde auf Barrierefreiheit geachtet?
  • Können die Teilnehmenden auch selbst von einem Test profitieren, etwa mithilfe automatischer Ergebnisberichte?

Besonders den letzten Punkt möchten wir nochmals hervorheben: Besprechen Sie die Ergebnisse unbedingt mit den Teilnehmenden und achten Sie darauf, ihnen ein hilfreiches Feedback und Hinweise zur Weiterentwicklung zu geben. Das stärkt Ihre Arbeitgebermarke und ermöglicht es auch abgelehnten Bewerbenden, vom Prozess zu profitieren.

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