Selbstwirksamkeit

Im Berufsalltag müssen häufig Probleme gelöst werden. Dies können besonders diejenigen Mitarbeiter gut, die eine hohe Selbstwirksamkeit aufweisen. Diese vertrauen sich und ihren Problemlöse-Skills.

Menschen schätzen vor der Ausführung von bestimmten Handlungen (zum Beispiel: das Vorbereiten auf die Steuerberaterprüfung) ab, wie wahrscheinlich bestimmte Ergebnisse (hier: das Bestehen der Prüfung) durch Handlungen erzielt werden können. Sie antizipieren also die Zukunft und entscheiden auf der Basis der erwarteten Ergebnisse (und der Bewertung dieser) entsprechend, ob sie eine bestimmte Verhaltensweise überhaupt ausüben oder nicht. Diesen Entscheidungen liegen zwei unterschiedliche Formen der Erwartung über die Zukunft zu Grunde: die Wirksamkeitserwartung und die Ergebniserwartung. Die Wirksamkeitserwartung beschreibt, inwieweit sich – in dem obenstehenden Beispiel – ein angehender Steuerberater eine gute Vorbereitung auf die Prüfung zutraut. Die Ergebniserwartung beschreibt, wie hoch er die Wahrscheinlichkeit einschätzt, bei einer entsprechenden Vorbereitung die Prüfung auch zu meistern. Ist die Wirksamkeitserwartung des Prüflings, also die Selbstwirksamkeit, niedrig, wird der Prüfling erst gar nicht umfänglich mit den Vorbereitungen anfangen.

Was lernen wir aus dieser Theorie?

Gerade in Trainings ist es nicht nur wichtig, bestimmte Verhaltensweisen zu erlernen; zum Beispiel wie gute Mitarbeitergespräche geführt werden. Es ist genauso wichtig, die Selbstwirksamkeit oder auch das Selbstvertrauen der Teilnehmenden zu erhöhen, schwierige Mitarbeitergespräche meistern zu können! Denn Erfolge motivieren – sie machen selbstwirksamer und damit wiederum erfolgreicher.

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